Drachenkrieger

Drachenkrieger

 
Sie ist sich ganz sicher, im falschen Film gelandet zu sein. In einem Moment lebt sie ihr kleines, halbes Leben und hat sich damit arrangiert, selbst dieses winzige Stück bald zu verlieren. Im nächsten Moment wird sie unter Fanfaren und Trompeten in etwas hinein katapultiert, was noch nicht einmal in ihren wildesten Träumen existieren dürfte. Und das Ganze wird dann auch noch ausgelöst durch einen, im wahrsten Sinne des Wortes, umwerfend attraktiven Mann, der mindestens unter einer mittleren Sehstörung oder einem schweren Schock zu leiden scheint.
Denn mal ganz ehrlich, wie blind muss man sein, um sich auf den ersten Blick in eine zu runde, zu alte und zu kranke Frau zu verlieben? Richtig. Stockblind.
Aber wenn Mann sich erstmal in etwas hinein gesteigert hat, dann hilft weder weibliche Logik noch objektiver Sarkasmus, um ihn von seiner Jagd abzubringen.
Da kann sie fluchen, zappeln und argumentieren, soviel sie will. Er hat erkannt, dass sie soviel mehr in sich trägt als sie ahnt. Er alleine weiß, dass nur ihre Seele in der Lage ist, ihn mit Liebe und Feuer und sein Leben als Drachenkrieger mit einem neuen, tieferen Sinn zu erfüllen.
Deswegen muss ein Mann eben alles tun, was notwendig ist, um sie zu retten und zu schützen. Schade nur, dass er damit ganz nebenbei eine neugeborene FeuerDrachea auf die Welt loslässt und damit die Existenz von Mensch und Tier, von unsterblichen Kriegern und magischen Drachen völlig auf den Kopf stellt.
Plötzlich steckt sie mittendrin in seinem abenteuerlichen Leben, muss lernen zu kämpfen und zu taktieren und sich mit politischen Ränkeschmieden und marodierenden Bikergangs herumschlagen.
Unwiderruflich wird sie hineingezogen, in das Zwielicht der Outlaws, der Magie und der Macht, in eine verborgene Welt voller Lust und Schmerz, in der jede Form von Liebe und Erotik möglich ist.
Und das mit einem zwei Meter großen, blonden, grünäugigen, knusprigen Adonis mit Wespentaille und den Muskeln eines Unterwäschemodels an ihrer Seite, der felsenfest davon überzeugt ist, sie zu lieben und bis zum letzten Atemzug für sie kämpfen wird.
Dass er sie so ganz nebenher mit seinem schrägen Humor und seiner machohaften Art in den Wahnsinn treiben wird, hat sie einfach mal billigend in Kauf zu nehmen. Also dann…
 
Willkommen in der persönlichen Hölle von Ariane Rosenthal…
 
 
Drachenliebe Drachenfeuer Drachenehre Drachentreue